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Vor etwa 50 Jahren beobachtete Donald T. Campbell häufig Diskrepanzen zwischen dem, was Policy-Programme versprachen, und dem, was sie tatsächlich erreichten. Gleichzeitig wurden Reformen so verteidigt, als sei deren Erfolg sicher. Daraufhin forderte der angesehene Sozialwissenschaftler, Philosoph und Methodiker die modernen Nationen in einer Reihe von Vorträgen und Schriften heraus: Seine Forderung war, „Reformen als Experimente“ zu planen und zu implementieren. Demnach sollte nicht anhand ideologischer oder politischer Präferenzen darüber entschieden werden, welche Programme beibehalten, modifiziert oder gestrichen werden, sondern auf Basis empirischer Evidenzen. Zugleich wies Campbell darauf hin, dass Evaluationsstudien keinem Selbstzweck dienen (sollen). Vielmehr bedürfe es „ehrlicher“ Studiendesigns, die solide und aussagekräftige Ergebnisse hervorbringen können.

Die kurze Einführung skizziert das zentrale Thema der Tagung: Die Empirische Bildungsforschung stellt bereits seit längerem empirische Daten bereit, die zur Steuerung des Bildungswesens sowie zur Konzeption, Implementation und Evaluation von Reformansätzen und Innovationen im Bildungssystem und in Bildungsinstitutionen genutzt werden können. Gleichzeitig wird jedoch auch kritisch hinterfragt, inwieweit die Bildungsforschung im Rahmen dieser „empirischen Wende“ tatsächlich nützliche Informationen bereitstellen kann und inwieweit die Bildungspolitik, die Bildungsadministration und die pädagogische Praxis das Potenzial dieser Informationen erkennen und verwenden.

Wir laden Sie ein, zur Tagung Beiträge einzureichen, die sich mit der gesamten Breite von Fragestellungen der Empirischen Bildungsforschung beschäftigen. Mit Bezug auf das Tagungsthema suchen wir vor allem nach Beiträgen und Symposien, die sich auf verschiedene Aspekte der Qualitätssicherung im Bildungswesen beziehen. Hierzu gehören sowohl Sekundäranalysen vorhandener Daten (z. B. IGLU, TIMSS, PISA, IQB-Studien) als auch empirische Begleitstudien zu Reformmaßnahmen und (quasi-)experimentelle Interventionsstudien. Des Weiteren sind Beiträge willkommen, die sich mit der gegenwärtigen Rolle der Empirischen Bildungsforschung auseinandersetzen und ihre Potenziale, Grenzen sowie Perspektiven beleuchten. Zudem begrüßen wir Beiträge, die methodischen Fragestellungen nachgehen, um Analysen im Rahmen der Empirischen Bildungsforschung weiterzuentwickeln.


Beitragseinreichungen

Für die Tagung können folgende Formen von Beiträgen eingereicht werden: Einzelbeiträge, Poster und Symposien. Die Anmeldung erfolgt über die Tagungshomepage (www.aepf2013.de). Die Deadline für Beitragsanmeldungen wurde bis zum 17.Juni 2013 verlängert. Hinweise zur Anfertigung der Poster werden demnächst auf der Tagungs-Homepage veröffentlicht. Alle Beiträge werden in einem Review-Verfahren begutachtet. Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise zur Einreichung:

 

Einzelbeiträge und Poster

Die Anmeldung eines Einzelbeitrags (= Vortrag) oder Posters sollte die nachfolgenden Punkte beinhalten:

- Autorinnen und Autoren / Titel

- Max. 5 Keywords

- Ein Abstract (max. 3000 Z. inkl. Leerz. und Lit.), das die nachfolgenden Punkte beinhaltet: (a) Ziele oder Forschungsfrage, (b) theoretischer Rahmen und Forschungsstand, (c) Methoden, (d) Daten (Stichprobe und Instrumente), (e) Ergebnisse oder geplante Analysen und (f) wissenschaftliche Bedeutsamkeit der Studie; (bei theoretischen oder methodischen Beiträgen führen Sie unter Punkt [d] bitte äquivalente Informationen zum jeweiligen Beitrag an).

- Max. 3 Literaturangaben (formatiert gemäß APA-Style).

 

Symposien

Für ein Symposien sind zwei Stunden vorgesehen. Ein Symposium besteht aus 4–5 Einzelbeiträgen zu einem Oberthema. Einer der Beiträge kann ein abschließender Diskussionsbeitrag sein. Der Diskussionsbeitrag benötigt keinen Abstract. Bitte geben Sie den Namen und die Institution des Diskutanten mit dem Beitragstitel "Diskussionsbeitrag" in die letzte Beitragsanmeldemaske des Symposiums ein.

Die Anmeldung erfolgt durch die Organisatorinnen und Organisatoren der Symposien und umfasst eine Beschreibung des Oberthemas sowie Zusammenfassungen der Einzelbeiträge. Die Beschreibung des Symposiums sollte alle nachfolgenden Punkte beinhalten:

- Organisatorinnen und Organisatoren des Symposiums / Titel des Symposiums

- Max. 5 Keywords

- Mantelabstract des Symposiums (max. 3000 Z. inkl. Leerz. und Lit.): (a) Ziele oder Forschungsfrage des Symposiums, (b) Überblick über die Präsentationen, (c) wissenschaftliche Bedeutsamkeit und (d) Struktur der Sessions.

- Max. 3 Literaturangaben (formatiert gemäß APA-Style).

 

Die Zusammenfassungen der Einzelbeiträge umfassen jeweils:

- Autorinnen und Autoren / Titel

- Je ein Abstract (max. 3000 Z. inkl. Leerz. und Lit. pro Beitrag) zu allen Einzelbeiträgen im Symposium. Diese sollten jeweils die nachfolgende Punkte beinhalten: (a) Ziele oder Forschungsfrage, (b) theoretischer Rahmen und Forschungsstand, (c) Methoden, (d) Daten (Stichprobe und Instrumente), (e) Ergebnisse oder geplante Analysen und (f) wissenschaftliche Bedeutsamkeit der Studie; (bei theoretischen oder methodischen Beiträgen führen Sie unter Punkt (d) bitte äquivalente Informationen zum jeweiligen Beitrag an).

- Max. 3 Literaturangaben (formatiert gemäß APA-Style).


Wichtige Fristen

Die Deadline für Beitragsanmeldungen wurde bis zum 17.Juni 2013 verlängert. 

- Bis zum 15. Juli 2013 werden Sie darüber informiert, ob Ihr Beitrag angenommen wurde.

- Der Early-Bird-Tarif für Frühbuchende gilt einschließlich bis zum 17. Juli 2013.



Weitere Informationen

- Die Anmeldung einzelner Beiträge erfolgt unabhängig von der Anmeldung zur Tagung. Melden Sie sich deswegen bitte zusätzlich für die Teilnahme an der Tagung mittels des entsprechenden Formulars an. Unter www.aepf2013.de finden Sie alle wichtigen Informationen zum Anmeldeverfahren, der Anreise und den Unterkunftsmöglichkeiten.

- Jede Teilnehmerin / jeder Teilnehmer kann nur einen Beitrag als Erstautorin / Erstautor einreichen.

- Die Vorträge – das heißt sowohl die Einzelbeiträge als auch die Vorträge in den Symposien – sollten für eine Dauer von 15 Minuten konzipiert sein. Im Anschluss an die Vorträge sind weitere 15 Minuten zur Diskussion geplant.

- Bei der Tagung sind ausschließlich PowerPoint-Dateien oder PDF-Dateien zu verwenden; andere Formate werden nicht unterstützt.

 



Prof. Dr. Wilfried Bos (KBBB), Prof. Dr. Petra Stanat (AEPF)
sowie die Kolleginnen und Kollegen des
Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS)

Verantwortliche Ansprechpartner:
Kerstin Drossel, Rolf Strietholt (info@aepf2013.de)

 

 

 

 

 

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