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Programm

Hier  können Sie den Abstractband downloaden. Eine Kurzübersicht über die Beiträge erhalten Sie bei der Registrierung im Tagungsbüro, Sie können sie aber auch hier downloaden.


Tagungsprogramm

 

Dienstag, 24.09.2013

Pre-Conference-Workshops

10.00 –  18.00 Uhr

Methodenworkshop 1, 2, 3

Mittwoch, 25.09.2013

 

08.00 – 09.00 Uhr

Einschreibung

09.00 – 09.30 Uhr

Begrüßung

09.30 – 10.30 Uhr

Keynote I: F. Thiel, FU Berlin

11.00 – 13.00 Uhr

Session A: Symposien und Einzelbeiträge

14.00 – 16.00 Uhr

Session B: Symposien und Einzelbeiträge 

16.00 – 18.00 Uhr

Festpanel 40 Jahre IFS: Beiträge von W. Bos, E. Klieme, H.-G. Holtappels, N. McElvany, H.-G. Rolff

Donnerstag, 26.09.2013

09:30 –  10.30 Uhr

Keynote II: P. Sammons, University of Oxford

11.00 –  13.00 Uhr

Session C: Symposien und Einzelbeiträge

14.00 –  16.00 Uhr

Session D: Symposien und Einzelbeiträge

16:15 –  17.15 Uhr

Postersession

17.15 –  18.15 Uhr

Mitgliederversammlung AEPF/KBBB (separat)

18.15 -  19.00 Uhr

Mitgliederversammlung DGfE-Sektion Empirische Bildungsforschung

ab 19.15 Uhr

Gesellschaftsabend im BVB Stadion

Freitag, 27.09.2013

 

09.30 –  10.30 Uhr

Keynote III: H. A. Pant, IQB Berlin 

11.00 –  13.00 Uhr

Session E: Symposien und Einzelbeiträge

14.00 –  16.00 Uhr

Session F: Symposien und Einzelbeiträge

 

 

Keynote Präsentationen

Felicitas Thiel (FU Berlin): "Evidenzbasierte Entscheidung im Mehrebenensystem der Bildung"

Mit ihrem Programm „Modernizing Government“ legte die britische Regierung 1999 den Grundstein des Modells der Evidence-based Policy, die inzwischen ein international anerkanntes idealtypisches Modell auch für die Bildungspolitik darstellt. Zeitgleich erhielten Schulen infolge der Implementation eines neuen Steuerungskonzepts einen eigenständigen Steuerungsauftrag: Im Rahmen neu gewährter Autonomiespielräume, die im internationalen Vergleich allerdings deutlich differieren, sollen Schulen nun eigenverantwortlich die strategische Planung und Entwicklung auf der Basis belastbarer Daten kontinuierlich vorantreiben.
Mit dem zunächst in der Medizin entwickelten rationalistischen Modell der evidenzbasierten Entscheidung verbindet sich die Hoffnung, Effektivität und Effizienz von Interventionen auf unterschiedlichen Ebenen des Bildungssystems deutlich zu steigern. Zahlreiche Studien zeigen allerdings, dass die Praxis der Datennutzung auf allen drei Ebenen – Politik, Organisation, Profession – hinter den Erwartungen des rationalistischen Entscheidungsmodells zurückbleibt.
In dem Vortrag wird herausgearbeitet: (a) welche unterschiedlichen Erwartungen an das Modell der evidenzbasierten Entscheidung geknüpft werden und inwiefern diese Erwartungen Kritik erfahren, (b) unter welchen institutionellen Voraussetzungen sich die evidenzbasierte Entscheidung auf den unterschiedlichen Ebenen des Bildungssystems vollzieht, (c) welche Anforderungen an die Generierung wissenschaftlicher Erkenntnis aus dem Konzept der evidenzbasierten Entscheidung resultieren, (d) welche grundsätzlichen Barrieren bei der Transformation von Evidenz in Entscheidung in Rechnung zu stellen sind.

Pam Sammons (University of Oxford): "Studying the long-term influence of home, pre-school and school experiences on academic and non-cognitive development"
The Effective Provision of Pre-school, primary and secondary education research adopted a mixed methods educational effectiveness research design to study the progress and development of approximately 3000 children in a clustered sample drawn from 141 pre-school settings from age 3 to age 16. This longitudinal study involved the analysis of data on children's cognitive and later academic outcomes as well as social behavioural development across multiple time points so that progress and development could be tracked across different phases of education. It also explored the importance of child and family factors and the home learning environment at different ages. The research also investigates the quality and effectiveness of pre-school experiences and primary and secondary school influences. In addition to assessments of cognitive and academic outcomes and teachers' ratings of social behaviour, student self report measures of enjoyment of school, academic self concept and school experiences were collected by student self report from age 7 years upwards.
The keynote will outline key findings from the EPPSE research project up to age 11. The research indicates that attending a higher quality pre-school followed by a primary school that is academically effective can give a significant boost to children’s development that remains evident to the end of primary school and up to age 14. A stimulating early years home learning environment provides a strong foundation on which pre-school and school experiences build. The results investigate concepts of 'risk' and 'resilience' and show how high quality pre-school experiences can promote a better start to school and offer some protection against the adverse impact of early multiple disadvantage. In addition, attending an academically effective primary school can boost academic outcomes and help to ameliorate the effects of early multiple disadvantage.
Taken together the results point to the importance of early experiences and the powerful combination of home, pre-school and primary school in improving children’s learning. They also point to the potential benefits of investment in early years, especially for children from disadvantaged backgrounds and for those who go on to primary education of poorer quality, the negative effects of early experiences of multiple disadvantage and the importance of the early years home learning environment (for children age 3 -4).

Hans Anand Pant (IQB Berlin): "Visible Evidence – Wer braucht welche Art von Evidenz im Bildungssystem?"
Im Zuge der Neuen Steuerung im Bildungswesen kommt der Erzeugung von und Bezugnahme auf Evidenz auf den verschiedenen Ebenen des Bildungssystems eine steigende Bedeutung zu. Es geht im Zentrum um die Frage, ob und wie es gelingt, Evidenz hinsichtlich der Wirksamkeit pädagogischer und bildungspolitischer Maßnahmen zur Verfügung zu stellen, um diese in datengestützte Entwicklungskreisläufe der Unterrichts-, Schul- und Bildungsqualität einspeisen zu können.
Die What-works-Frage weist dabei jedoch unterschiedliche Aspekte auf. Der eher grundlagenforschungsorientierte Aspekt betrifft die Identifizierung der kausal zurechenbaren Effekte von pädagogischen Maßnahmen oder bildungspolitischen Programmen auf definierte Zielgrößen, zumeist schulische Leistung oder Leistungsentwicklung. Unter anwendungsorientierter Perspektive geht es hingegen stärker um die Frage, ob sich Evidenz zur Wirkung neuer Maßnahmen oder Programme in komplexen pädagogischen und bildungspolitischen Handlungsfeldern mit ihren je spezifischen Konstellationen von Kontextfaktoren überhaupt bewährt und ob sich die Implementation einer Innovation vor dem Hintergrund der bestehenden Praxis „lohnt“. Es geht also um die Gewichtung und Nuancierung der drei „klassischen E’s“ der Evaluationsforschung: Efficacy, Effectiveness, Efficiency. Vor diesem Hintergrund wird die aktuell einflussreichste Forschungsbefundsynthese im Bildungsbereich, Visible Learning von John Hattie, hinsichtlich ihrer Nutzen- und Missbrauchspotenziale eingehender betrachtet.

Festpanel 40 Jahre IFS
Das Festpanel beginnt mit zwei Vorträgen von Eckhard Klieme (DIPF Frankfurt) und Heinz-Günter Holtappels (IFS Dortmund). Danach werden Wilfried Bos, Nele McElvany und Hans-Günter Rolff in einer Paneldiskussion "Vergangenheit–Gegenwart-Zukunft des IFS" diskutieren.

 

 

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